
Die Bezeichnung „trockenes Auge“ ist nicht ganz zutreffend. Besser beschreibt der Begriff „Benetzungsstörung“ die Unterbrechung des wichtigen Tränenfilms.
Ein vollständiger Tränenfilm sichert die Gesundheit des Auges. Denn, der nur
1/100 mm dicke Tränenfilm schützt das Auge vor dem Austrocknen, versorgt es mit Glucose, Proteinen, Elektrolyten, Vitaminen (A, C, E), dient als Schutzschild gegen Keime und spült schädliche Substanzen und Fremdkörper aus dem Auge. Jede – auch nur partielle – Unterbrechung des Tränenfilms hat gesundheitliche Nachteile!
Circa jeder 8. Mensch leidet darunter. Die Beschwerden reichen von Rötungen, Fremdkörpergefühl, über Brennen, Jucken, Druckgefühl, müden Augen, bis hin zur übermäßigen Tränenbildung durch Überreizung, usw.
Die Ursachen für ein „trockenes Auge“ sind vielfältig: Von schwachen Tränendrüsen, zu wenig Flüssigkeitsaufnahme über Diabetes, Rheuma, Vitamin A-Mangel und Einfluss von Medikamenten wie Beta-Blocker, Hormonpräparate, Antidepressiva sowie Schmerz- und Schlafmittel bis hin zur Schwangerschaft oder Wechseljahre usw.
Zudem besitzen äußere Faktoren großen Einfluss: Kosmetika können den Tränenfilm stören, Klimaanlagen erhöhen die Verdunstung des Tränenfilms und Computerarbeit verringert die Lidschlagfrequenz von durchschnittlich 12 – 15 x auf nur 1 – 2 x pro Minute.
Nur mit Maßlinsen kann man eine möglichst vollständige und gleichmäßige Verteilung des Tränenfilms erreichen! Das beweist der Indikatortest. Zudem müssen das Linsenmaterial- und die Linsenpflege auf den Tränenfilm abgestimmt sein, nur so kann man die größtmögliche Versorgung der Hornhaut garantieren. Und je besser das Auge versorgt ist, desto gesünder sind Contactlinsen.





















